Schleicher, Kurt von

Kurt Ferdinand Friedrich Hermann von Schleicher

b. 7 Apr 1882, Brandenburg an der Havel
d. 30 Jun 1934, Neubabelsberg bei Potsdam

Title: Reichskanzler (Reich Chancellor)
Term: 3 Dec 1932 - 30 Jan 1933
Chronology: 3 Dec 1932, appointed by the Reichspräsident (Reich President) [1][2]
3 Dec 1932, took an oath of office as Reich Chancellor, swearing-in ceremony, Berlin [3]
  28 Jan 1933, resignation submitted to the Reich President, accepted pending the appointment of a successor [4]
  30 Jan 1933, discharged by the Reich President [5]
Biography:
Son of a Prussian military officer; attended the Prussian Cadet Corps Academy in Berlin-Lichterfelde (1896-1900); commissioned second lieutenant (1900); served with 5th guards regiment in Berlin (1900-1909) where he befriended a number of influential officers, including Oskar von Hindenburg (son of the future Reich President Paul von Hindenburg) and Erich von Manstein; was promoted to first lieutenant (1909); graduated from military academy in 1913; attached to General Staff (1913) and promoted to captain (1913); worked in railways department under Wilhelm Groener, who became his patron; after the outbreak of World War I, he was attached to the staff of quartermaster general (1914-1918); promoted to major (1918); held a number of offices in the General Staff of Reichswehr; promoted to colonel (1926), major-general (1929); appointed chief of the department for political affairs and press in the defence ministry (1929-1932); promoted to lieutenant-general (1931); retired from the Reichwehr with the rank of general (1932); appointed defence minister in the Cabinet of Franz von Papen (1 Jun 1932 - 3 Dec 1932); held the office of Reich Chancellor (3 Dec 1932 - 30 Jan 1933) and exercised the functions of defence minister (3 Dec 1932 - 30 Jan 1933) in a short-lived government composed mostly of non-party politicians; made an attempt to negotiate the return of the House of Hohenzollern, prompting retaliation from the Nazis who murdered him and his wife during the Night of the Long Knives (30 Jun 1934).
Biographical sources: "Reichskanzler Kurt von Schleicher. Weimars letzte Chance gegen Hitler", by Friedrich-Karl von Plehwe (Berlin: Ullstein, 1990)

[1] Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik. Das Kabinett von Papen (Boppard am Rhein: Boldt, 1989), Band 2, S. 1038: "Die Amtszeit des Kabinetts Schleicher begann offiziell am 3.12.32, dem Tag der Entlassung Papens und der Ernennung Schleichers zum neuen Reichskanzler (Entlassungs- und Ernennungsurkunden abschriftl. in R 43 I/1309, S. 589 ff.)."
[2] Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik. Das Kabinett von Schleicher (Boppard am Rhein: Boldt, 1986), Band 1, S. XX: "{Footnote} Beglaubigte Abschrift der Ernennungsurkunde im Bd. 1593, Bl. 2 des Bestandes R 43 II der „Akten der Reichskanzlei“ im Bundesarchiv Koblenz (nachfolgend zit. ohne Angabe des Archivs als R 43 I bzw. II)."
[3] Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik. Das Kabinett von Schleicher, op. cit., S. XXX: "Die am 3. Dezember 1932 vereidigte Regierung v. Schleicher markierte Kontinuität und Wandel in der Geschichte der Weimarer Präsidialkabinette zugleich."
[4] Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik. Das Kabinett von Schleicher, op. cit., S. 308: "Die Sitzung wurde um 12.10 Uhr abgebrochen, weil der Reichskanzler den Herrn Reichspräsidenten zum Vortrag aufsuchen mußte. Reichskanzler von Schleicher kehrte gegen 12.35 Uhr von seinem Vortrag bei dem Herrn Reichspräsidenten zur Ministerbesprechung zurück. Er berichtete, daß er dem Herrn Reichspräsidenten in dem in Aussicht genommenen Sinne Vortrag gehalten habe. Insbesondere habe er den Herrn Reichspräsidenten auch auf die Befürchtungen wegen einer Staats- und Reichspräsidentenkrise hingewiesen. Der Herr Reichspräsident habe erwidert, daß es dem jetzigen Kabinett nicht gelungen sei, eine parlamentarische Mehrheit für sich zu gewinnen. Er hoffe, nun ein Kabinett zu bekommen, das in der Lage sein werde, seine Gedanken durchzuführen. In diesem Sinne habe der Herr Reichspräsident die Demission des gegenwärtigen Kabinetts angenommen. Er lasse die Herren Reichsminister bitten, die Geschäfte zunächst fortzuführen."
[5] Akten der Reichskanzlei: Weimarer Republik. Das Kabinett von Schleicher, op. cit., S. 319: "{Footnote} Das neue Kabinett Hitler war – mit Ausnahme des bereits früher ernannten RWeM v. Blomberg und von RJM Gürtner – am gleichen Tag gegen 12 Uhr vom RPräs. vereidigt worden (vgl. dazu Dok. Nr. 79). Für die nicht in das neue RKab. übernommenen Mitglieder der Reg. v. Schleicher (v. Schleicher, Bracht, v. Braun, Syrup, Warmbold) übersendet StS Meissner dem StSRkei die Entlassungsurkunden mit Anschreiben vom 30.1.1933; persönliche Dankschreiben des RPräs. würden den ausgeschiedenen Kabinettsmitgliedern unmittelbar zugehen (R 43 I /1310, S. 47–57). Die gleichfalls auf den 30. 1. datierte Entlassungsurkunde für RM Popitz wird StS Lammers am 2.2.1933 vom Büro des RPräs. zur Weiterleitung übersandt (ebd., S. 107–109)."
Last updated on: 27 Feb 2010 12:21:48